Posts by Sfera Horst

    Zuendfunken Piaggio setzt da vom Werk aus eine Gelenkschelle ein, warum wohl? Mag ja alles sein wie du sagst, trotzdem sollte man den Fragesteller m.E. über das richtige Bauteil informieren.

    Das "Rausrutschen" des Hahns im Betrieb ist mir auch schon mal passiert (vermute die Ursache allerdings in der hohen Axialkraft beim Öffnen des manuellen Hahns, die man aufgrund der Enge kaum abstützen kann) und ich zieh daher die Schelle ordentlich fest, bis dato kein Kanack, würde daher schon mehr als handfest empfehlen, aber jeder wie er mag.

    Herbert_grn

    Das ist keineswegs völliger Unfug, wie hier behauptet wird, sondern ist ein sogenanntes "Shimming", was im Machinenbau oft angewendet wird und dem Ausgleich von fertigungsbedingten Toleranzen dient.

    Betrachte mal die Toleranzkette in angesprochenen Bereich: Hülsenlänge, kompletter Variozusammenbau mit Rollen, Steigschrägen, Gegenscheibe usw. sowie den Riemen selbst, da kommen schon etliche Zehntel zusammen. Um die auszugleichen kann der Riemen im Anfahrbereich halt nur hoch oder runter.

    Durch Ausdistanzieren wird über Versuche der optimale Betriebspunkt wieder eingestellt.

    Ob sich das bei deiner Sfera lohnt hängt davon ab, wo dein tatsächlicher Betriebspunkt liegt , will heißen wie groß die Abweichung tatsächlich ist.

    Wenn die gut geht würde ich da nichts machen, außer du willst wirklich das letzte an Performance herausholen, dann wäre es mal einen Versuch wert.

    Mika25 Schau mal in deine BE.

    Meines Wissens nach sind für die RST 50 nur der Weber 12 OM oder der Dell Orto PHVA 12 zugelassen. Da es die Weber nicht mehr neu gibt müsste bei dir also als original Teil ein 12er Dell Orto Vergaser eingebaut worden sein. Die richtige Teilnummer für das aktuelle Neuteil lautet DEO08318. Ist das so?

    Wu-Tal Heizer

    Kann ich nur unterstützen, mir ist tatsächlich mal an einer Stahllamelle eine Ecke abgebrochen, hat glücklicherweise den Motor nicht geschreddert.

    Meine Erfahrungen (RST 50, immer gleicher Vergaser usw.):

    Habe dann auf Fiberglas umgebaut (die mit dem nicht gummierten Kunststoffgehäuse und Fußdichtung): Funktioniert, aber die Motorleistung ist spürbar reduziert, Sfera wirkt lahm und behäbig.

    Habe daraufhin noch einmal einen originalen Piaggio Uraltblock überarbeitet, Stahlmembranen aufs sorgfältigste geprüft und um 180° gedreht, wieder eingebaut, Papierfußdichtung war auch nötig, mit folgendem Ergebnis:

    Sehr gutes Anfahrverhalten, Beschleunigung usw., anscheinend wesentlich bessere Motorfüllung als mit dem Fiberglassystem (ca. 4,5l Verbrauch/ 100km), Sfera spritzig und agil.

    Hatte den ca. 2000km drin und dann aus Angst vor "Bruch" doch auf einen neuen original Piaggio mit Carbonzungen umgebaut. Ergebnis:

    Fahrleistungen nicht ganz so gut wie mit dem alten, Spitverbrauch jetzt 4l/100km, Sefra nicht ganz so spritzig wie vorher, aber immer noch gut, lasse den jetzt drin.

    Mediziner Wenn der Weber nicht mehr will am besten austauschen. Ersatzteile gibt es nicht mehr, und die Vergaser wieder mit Gebrauchtteilen instand zu setzten ist fast unmöglich.


    Hier mein Vorschlag:

    Du kaufst dir im Dellorto Shop den Vergaser DEO08318. Ist ein PHVA 12 QD inkl. Choke, abgestimmt auf die Sfera RST 50 und ist BE konform. Ich hab den anstatt des Webers vor drei Jahren eingebaut, der ist vom Werk aus perfekt abgestimmt, quasi plug and drive, läßt sich super leicht einstellen und liefert hervorragende Beschleunigung, Übergänge, Kaltstart, Höchstgeschwindigkeit usw.. Die Firma weiß wirklich, was sie tut. Hab den jetzt 4000km gefahren ohne Probleme.

    LG

    doktorseltsam Nein, das ist nicht normal, Problem ist bekannt. Hatte selber eine zwei Jahrzehnte lang, die Diva hat alle drei Jahre eine neue Batterie gebraucht (waren noch die Bleisäure Variante, Kurzschlußstrom zu stark abgefallen), dann ist sie wieder auf den ersten Klick gestartet. Nachladen bringt da auch nichts, im Notfall gegen eine gute neue tauschen. Das würde ich als erstes versuchen.

    Wenn es das nicht ist, check mal den "Starkstromkreis" zum Anlasser, also Relais, Kabel und ganz wichtig die Masseverbindung vom Anlasser selbst.

    Kickstartersystem hat wohl der Praktikant konstruiert, extrem unkomfortabel, genau wie du es beschrieben hast.

    Viel Erfolg

    Ich bin mir sicher das der Autor vorher bei Piaggio eine ähnliche Aussage erhalten hat wie ich und sie deshalb auch so in das Buch geschrieben hat.

    Mir ist auch nicht klar was da unwahr sein soll, ist reiner Maschinenbau, aber du bist da halt diesbezüglich unbelehrbar.

    Solltest du noch einen fachlichen Einwand zum Thema haben, dann gerne, ansonsten bin ich hier mal raus.

    Eigentlich habe ich weder die Zeit noch die Lust andauernd das gleiche zu dem Thema zu schreiben. Ich habe mich jetzt trotzdem entschlossen nochmal einmal ganz ausführlich die Zusammenhänge zu erklären und hoffe das dann Ruhe einkehrt.

    Was ich zu PIaggio schreibe entstammt einem Plausch mit einem sehr freundlichen und kompetenten Werkstattmeister von Piaggio noch vor der Jahrtausendwende, der Rest ist allgemeiner Maschinenbau.

    Die Anbindung der Vario an die Kurbelwelle ist eine rein kraftschlüssige Verbindung was heißt, daß das durch die Klemmkraft der Mutter erzeugte Moment immer größer sein muß als das im System erzeugte Drehmoment. Falls nicht rutscht es durch und wird dann von der Verzahnung zur Kurbelwelle gestoppt. Die ist dafür nicht ausgelegt und verschleißt (Lastwechsel) sehr schnell, was zu den bekannten Schäden führt.

    Die Klemmkraft muß also möglichst konstant gehalten werden, was durch Setzten der Verschraubung, Temperaturdehnungen, Vibrationen, Lastwechselmomente usw. nur durch eine möglichst weiche Anbindung erzielt werden kann.

    Zum Verständnis: Stell dir mal zwei Zugfedern vor, die eine sehr hart, die andere weich. Beide sind auf die gleich Kraft vorgespannt. Jetzt bewegst du einen Einhängepunkt nur ein wenig: Die harte reagiert mit einer großen Kraftveränderung, die weiche nur mit einer sehr kleinen.

    Piaggio hat deshalb eine "Spezialmutter" für die Varioanbindung konstruiert, deren "Kragen" die notwendige Feder darstellt. Schau dir mal eine KFZ-Druckplattentellerfeder an zum Verständnis des grundsätzlichen Prinzips.

    Zusätzlich wollte Piaggio die Konstruktion möglichst stabil im optimalen elastischen Federbereich halten und hat hierzu noch den "Funktionstrick" einer Dehnschraube auf die Mutter übertragen (ganz simpel erklärt: Wird beim anziehen plastisch gedehnt und federt dann in den elastischen Bereich zurück und stellt so den optimalen Betriebsbereich ein, ist auch leicht zu googeln).

    Der eigentliche Kniff liegt also in der äußerst durchdachten Konstruktion der Mutter.

    Die Dehnmutter heißt also Dehnmutter weil es eine Dehnmutter ist, die äußert clever die Funktionsweise einer Dehnschraube auf eine Mutter überträgt.

    Um die Funktion auch im Servicefall zu gewährleisten schreibt Piaggio vor, immer genau die freigegebene Teilnummer einzubauen. Zusätzlich muß die mit dem genau vorgeschriebenen Drehmoment gespannt werden, um das Federsystem in den richtigen Betriebspunkt zu bringen. Die Dehnmutter ist auch nach dem anziehen dann auszuwechseln da sie dann schon "gedehnt" ist, alles analog zur Dehnschraube.

    Noch frohe Ostern

    adix7

    Eigentlich habe ich weder die Zeit noch die Lust andauernd das gleiche zu dem Thema zu schreiben. Ich habe mich jetzt trotzdem entschlossen nochmal einmal ganz ausführlich die Zusammenhänge zu erklären und hoffe das dann Ruhe einkehrt.

    Was ich zu PIaggio schreibe entstammt einem Plausch mit einem sehr freundlichen und kompetenten Werkstattmeister von Piaggio noch vor der Jahrtausendwende, der Rest ist allgemeiner Maschinenbau.

    Die Anbindung der Vario an die Kurbelwelle ist eine rein kraftschlüssige Verbindung was heißt, daß das durch die Klemmkraft der Mutter erzeugte Moment immer größer sein muß als das im System erzeugte Drehmoment. Falls nicht rutscht es durch und wird dann von der Verzahnung zur Kurbelwelle gestoppt. Die ist dafür nicht ausgelegt und verschleißt (Lastwechsel) sehr schnell, was zu den bekannten Schäden führt.

    Die Klemmkraft muß also möglichst konstant gehalten werden, was durch Setzten der Verschraubung, Temperaturdehnungen, Vibrationen, Lastwechselmomente usw. nur durch eine möglichst weiche Anbindung erzielt werden kann.

    Zum Verständnis: Stell dir mal zwei Zugfedern vor, die eine sehr hart, die andere weich. Beide sind auf die gleich Kraft vorgespannt. Jetzt bewegst du einen Einhängepunkt nur ein wenig: Die harte reagiert mit einer großen Kraftveränderung, die weiche nur mit einer sehr kleinen.

    Piaggio hat deshalb eine "Spezialmutter" für die Varioanbindung konstruiert, deren "Kragen" die notwendige Feder darstellt. Schau dir mal eine KFZ-Druckplattentellerfeder an zum Verständnis des grundsätzlichen Prinzips.

    Zusätzlich wollte Piaggio die Konstruktion möglichst stabil im optimalen elastischen Federbereich halten und hat hierzu noch den "Funktionstrick" einer Dehnschraube auf die Mutter übertragen (ganz simpel erklärt: Wird beim anziehen plastisch gedehnt und federt dann in den elastischen Bereich zurück und stellt so den optimalen Betriebsbereich ein, ist auch leicht zu googeln).

    Der eigentliche Kniff liegt also in der äußerst durchdachten Konstruktion der Mutter.

    Die Dehnmutter heißt also Dehnmutter weil es eine Dehnmutter ist, die äußert clever die Funktionsweise einer Dehnschraube auf eine Mutter überträgt.

    Um die Funktion auch im Servicefall zu gewährleisten schreibt Piaggio vor, immer genau die freigegebene Teilnummer einzubauen. Zusätzlich muß die mit dem genau vorgeschriebenen Drehmoment gespannt werden, um das Federsystem in den richtigen Betriebspunkt zu bringen. Die Dehnmutter ist auch nach dem anziehen dann auszuwechseln da sie dann schon "gedehnt" ist, alles analog zur Dehnschraube.

    Noch frohe Ostern