Posts by horsts

    Soweit die Theorie.

    In der Praxis heisst es: Schilder vergammelt, verblichen, umgestürzt oder eingewuchert.

    :ironie: Ein Organverschulden seitens der Behörden kann nicht festgestellt werden, denn die Schilder waren ja vorhanden und gültig.

    Wenn die Schilder zugewachsen oder dergleichen sind, gelten sie nicht. Dazu gibt es Urteile bis zum Bundesverwaltungsgericht. Das nützt mir aber nur bei der Frage nach dem Bußgeld etwas. Da würde ich durchaus auf das Verständnis der Rennleitung zählen, nicht auf die 20 EUR zu bestehen.
    Das Problem bleibt, dass das Beispiel Zoobrücke einfach lebensgefährlich ist.

    Gibt es eigentlich verbindliche Regeln, wie und wann eine Kraftfahrstraße gekennzeichnet sein muss? Ich hatte in den letzten Monaten glatt drei mal das Vergnügen:

    Erst mal im Bergischen Land, NRW. Ich fahre, die Straße wird mehrspurig. Beschildert war das nur in Gegenrichtung.

    Vor zwei Wochen spuckte mich die Straße Richtung Köln Innenstadt ohne Vorwarnung auf dem Zubringer zur Zoobrücke aus. Ich bin die nächste Abfahrt runter. Die Zoobrücke selber wäre echt heftig geworden.
    Auch gestern im Rheintal bei Koblenz: Da fährst Du nichtsahnend eine Auffahrt, und als es eigentlich zu spät ist, kommt das weiße Auto auf blauem Grund.

    Irgendwie mach da doch jeder, was und wie er das will, oder? Die B42 ist in ihren zweispurigen Teilen Kraftfahrstraße, in den einspurigen nicht, aber eigentlich viel unangenehmer zu fahren als die zweispurigen Teile der B9 gegenüber, die nicht als Kraftfahrstraße gekennzeichnet sind.
    Mit der Sfera auf den Radweg ist keine Alternative. Die - oft sehr schönen - Ortsdurchfahrten gibt es, sie sind aber oft schwer zu finden. Und ein Navi Programm, dass speziell für unsere Fahrzeugklasse rechnet, habe ich noch nicht gefunden.

    Eine schöne Tour durch's Mittelrheintal - wenn nicht an jeder zweiten Abzweigung Rätselraten wäre.

    Ach ja, über den lieben TÜV hätte ich auch noch ein paar Geschichten. Auch ein anderes Thema.

    Aber bei der Überprüfung der Sinnhaftigkeit wäre inzwischen auch nicht mehr ganz neu TÜV-Pflicht bei Kurzzeitkennzeichen auch ein Kandidat. Auch die ärgert mich bis heute maßlos. Sinn? Irre!

    Aber "scheintot, gehörlos und fast blind" sind leider auch viele jüngere Autofahrer. Es vergeht kein Tag, wo ich nicht als Radfahrer oder Fußgänger in erstaunte Augen von Leuten schaue die mich nur deswegen nicht über den Haufen gefahren haben, weil ich mich nicht darauf verlasse, dass die Zebrastreifen und/oder rote Ampeln registrieren. Erstaunte Augen, weil sie offenbar mit sich, dem Weltengang und den tausend Spielereien ihres modernen Autos überfordert sind. Und mancher staunt, dass - anders als bei dem Sparkäfer, auf dem man gelernt hat - bei 'nem durchschnittlichen Golf ja wirklich was kommt, wenn man auf's Gas tritt. Dumm nur, wenn ich davor rumturne.

    Naja, die Corona-Maßnahmen finde ich in der Summe in Ordnung. Bei den Details schüttelt man tatsächlich häufig ungläubig den Kopf. Aber das ist ein anderes Thema.
    Immerhin wird dort zumindest versprochen, dass man Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit überprüft. Wäre das schön, wenn man das z.B. auch auf bei dem angesprochenen Zulassungs- und Führerschein-Wust machen würde.
    Bezeichnend ist doch, dass einem manche Fragen noch nicht einmal die zuständigen Stellen beantworten können, etwa 6km/h-Regelung. Irre!

    Oder Anhänger bei Mopeds. Für Mofas gilt im Prinzip nichts anderes als für's Fahrrad. An's Moped muss eine 50mm-Kupplung. Aber wie man die - im Gegensatz zu den bewährten, aber nicht mehr lieferbaren und eh nicht mehr zulässigen Hebie 25mm-Kupplungen - montieren soll, steht nirgends. Irre!

    Noch gar nicht erwähnt: 40, 50, 45, 60km/h für eine Fahrzeugklasse. Wenn ich mir überlege, dass es mein 20km/h Leichtmofa auch in einer 45km/h-Version gibt, wird mir schwindlig. Aber eine 50er Sfera, die bis auf den Motor identisch ist mit der 80er oder 125er, führt mit 60km/h vielleicht schon zu Ärger. Irre!
    Mit den beiden Elektrofahrzeugen haben jetzt auch die COC-"Lappen" Einzug in meinen Fuhrpark gehalten. Die 45er hat aus irgendeinem Grunde zusätzlich ein Einzelgutachten im bewährten KFZ-Schein-Format, da brauche ich glücklicherweise die fast A5-große Bescheinigung nicht. Udn bekommt ja eh 'ne freiwillige Zulassung mit KFZ-Schein. Geht bei der 20er natürlich nicht, und ausgerehnet für die habe ich ein Din-A4-großes Pappdingen bekommen. Das kann man nur zu Hause lassen. Nun soll ja das Mitführen der COC - anders als bei der ABE - gar nicht vorgeschrieben sein. Ich wette, dass auch das nicht jeder Polizist weiß. Irre!

    Gratuliere allen, die das in den letzten Wochen den Aufwand für den B196 auf sich genommen haben. Ich bin "innerlich noch nicht so weit":lach: . Denn es bleibt viel Geld und Zeit für einen reinen Verwaltungakt. Einen praktischen Nutzen sehe ich - anders als manche von Euch - nicht. Ja, es mag sein, dass es einen gewissen Erkenntnisgewinn bringt, aber ob das notwendig ist, bestimme ich immer noch selbst. Niemand wird gehindert, ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren - aber bitte freiwillig.

    Meine kurzzeitige Bereitschaft, über meine Schatten zu springen, hat am Freitag wieder einen Dämpfer bekommen. Was war passiert? Mich interessiert seit kurzem auch das Thema Zweiräder mit Elektroantrieb. Ein Leichtmofa habe ich inzwischen restauriert, ein 45er Roller wartet noch. Und dann kommt man schnell auf das Thema E-Motorräder, auch in der 125er Klasse. Leichtkraftrad, Leistung für A1/B196 (<11kW) passend, aber natürlich keine Hubraumangabe. Also kam mir eine Idee:

    Mich hat immer das Sommer Dieselmotorrad fasziniert. Nicht billig, aber vielleicht ein Eigengeschenk zum Renteneintritt in ein paar Jahren. Sollte ich jetzt mit dem B196 um den dazu notwendigen großen Motorradführerschein herumkommen? Schließlich hat die Sommer 8,5 kW aus (natürlich Diesel) ca. 500ccm. Es wäre logisch, auch hier wie beim Elektromotorrad nur auf die Leistung abzustellen. Dann würde es passen. Laut TÜV Rheinland geht das erwartungsgemäß nicht. Irre!

    Zur Erinnerung: 125er darf ich mit meinem alten Dreier nicht fahren, weil ich die Prüfung am 1. Juni 1980 gemacht habe. Also keine 125er, obwohl sich mit dem Stichtag 1. April weder die Ausbildung noch die Prüfung geändert hat. Irre!

    Noch mal Elektrozweiräder:

    Mein Leichtmofa mit 20km/h darf innerorts nicht den Radweg benutzen, die seit letztem Jahr offiziell erlaubten E-Scooter, vulgo "Schlaglochsuchgerät", schon. 20km/h im fließenden Stadtverkehr? Irre!

    Der große Roller soll auch eine freiwillige Zulassung bekommen. Dass dabei ein E-Kennzeichen sinnvoll ist, fand wohl auch unsere Zulassungsbehörde. Es gibt nämlich Bevorrechtigungen für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen (übrigens auch für Hybridautos mit fragwürdiger Ökobilanz). Auf Weisung des Landes NRW hat die Zulassungsbehörde die E-Kennzeichen für L1-Fahrzeuge auf ihre Kosten wieder zurückgerufen, denn in der Regelung für E-Kennzeichen kommt L1 nicht vor. Ein Dreirad mit 45km/h bekommt es dagegen ebenso wie jedes größere Elektrofahrzeug. Folge: Das dickste Hybridauto darf - wo von der Kommune erlaubt - die Busspur benutzen, der 45er Roller wird in den fließenden Verkehr genötigt. Warum? Weil dieserlei Bevorrechtigungen in der Praxis nicht am Antrieb, sondern am E-Kennzeichen festgemacht werden. Irre!

    Man kann wirklich keinem Polizisten vorwerfen, wenn er diesen ganzen Wust nicht sofort auf dem Schirm hat. Was war das früher mal einfach mit Führerscheinklasse 1 bis 5. Und wo war noch mal gleich der praktische Nutzen des heute zur Anwendung kommenden EU-Monsters?

    Da hier ja einige echt Plan von der Polsterei haben: Was müsste ich tun, um die Sitzbank für meinen Allerwertesten optimal zu machen? Mir tut selbiger irgendwann ab 50km aufwärts weh. Das hatte ich allerdings auch schon bei meiner Aprilia und meiner S51, kann also durchaus auch an meiner Rückseite liegen. Aber in welche Richtung müsste das dann gehen? Härter polstern oder weicher oder . . .?

    Stimmt, leider.

    Noch heute bin ich meinem Fahrlehrer dankbar für den Hinweis, dass Klasse 4 das Gleiche kostete wie Klasse 5. So geschehen im Jahre des Herrn 1979!

    Ich weiß nicht, ob das so war. Aber Klasse 4 und 5 waren auch in der alten Klasse 3 enthalten. Trotzdem ist es mein Informationsstand immer noch der, dass für 3er ab 1.4.1980 nur noch der Mopedschein übertragen mit drin ist. Da bin ich (1. Juni 1980) bezüglich offene 50er, 80er und 125er raus - egal, was der 4er oder 5er gekostet hätten.

    Nur dafür, dass es einzelne Kollegen bei der Rennleitung gibt, die (verständlicherweise) das Führerscheinklassenchaos nicht durchblicken (Ich habe noch keinen getroffen.) werde ich weder (gar nicht mal so wenige) Stunden absitzen noch den Gegenwert einer passablen gebrauchten 125er hinlegen.

    Genau das ist falsch. M erlaubt das Führen von Kleinkrafträdern bis 50ccm. Die Geschwindigkeit richtet sich nach den Papieren.

    Dass Leute wie ich, die ihren "Dreier" nach dem 1.4.1980 gemacht haben, offene 50er (also zu meiner Jugend "Kleinkraftrad"/ Klasse IV im Gegensatz zu "Mockick", etc / Klasse V fahren dürfen, wäre mir neu.
    Der Erkenntnisgewinn auch nach langer 50er Praxis ist mir mit Sicherheit keine mehreren Hundert Euro und der Zeitaufwand wert. Fahrsicherheitsttraining ist vielleicht sinnvoll, aber freiwillig. Zumal: Wenn ich jetzt im zarten Alter von 58 Jahren den großen Motorradführschein mache, darf ich mich sofort auf eine Hayabusa setzen. Unverantwortlich. Aber beim Schritt von 60km/h Simson auf 80km/h 125er setzt Vater Staat auf "betreutes Fahren".
    Dabei würde mich eine dicke Maschine jetzt gar nicht reizen. Aber ich ahne, was passiert, wenn ich doch noch mal den Motorradführerschein mache und der Geist aus der Flasche ist.

    horsts :

    Dein alter 3er beinhaltet doch auch die uralt-Klasse 4 mit der man 50er beliebiger Leistung und Geschwindigkeit fahren durfte.

    Hätte auf 1b und dann A1 umgeschrieben werden müssen

    Schön wär's. Ich habe den Führerschein am 1. Juni 1980 gemacht. Der Stichtag war ist 1. April. Hätte ich den "Lappen" nicht acht Wochen zu spät gemacht, dürfte ich 125er auch ohne Umschreibung fahren. So aber leider nicht. Das gilt auch für unbegrenzte 50er und 80er. wäre es anders, hätte man mir bis jetzt immer nur Unsinn erzählt. Das ärgert mich vor allem deshalb, weil sich an der Ausbildung zwischen April und Juni nichts geändert hat. Es liegt also nur an einem willkürlich festgelegten Datum.
    Rein theoretisch könnte ich beim eh bald anstehenden verpflichtenden Umtausch meines grauen Scheins von 1980 die A1 mit beantragen. Mit etwas Glück merkt es vielleicht niemand. Aber wie das juristisch aussieht, wenn ich damit erwischt werde? Also lieber keine Experimente und Fuffi fahrn.

    Ich habe mir gerade letzten Sonntag eine 50er-Sfera-Baustelle gekauft, weil ich an die zeitnahe Einführung 125er mit Autoführerschein nicht geglaubt habe. Dass das schon im Dezember durch den Bundesrat ging und seit (wann genau?) kurzem umgesetzt ist, war an mir vorbeigegangen.

    Ärgere ich mich jetzt? Ehrlich gesagt: Nö! Denn die Kosten für die erforderliche Schulung für die Erweiterung um die Schlüsselzahl 196 sind mit - was ich so recherchiert habe - mindestens 700 EUR ganz schön happig. Aus Sicht der Fahrschulen mag das betriebswirtschaftlich angemessen sein. Aber für mich persönlich steht das in keiner Relation zu dem, was ich am Ende mehr darf. Ich erwarte mir von den Pflichtstunden keinen Erkenntnisgewinn. Ich bin ab 15 Mofa gefahren, habe seit 1980 den alten "Dreier", bin 50er Roller gefahren und Simson S51 mit 60 km/h. Ich könnte ja akzeptieren, dass jemand (Fahrschule oder TÜV) begutachtet, ob ich mit einer 125er klarkomme. Aber Pflichtstunden in diesem Umfang? Wenn da mal nicht die Fahrschul-Lobby mit dran war.

    Zum Vergleich: In Österreich gibt es nur eine Pflicht zu sechs Unterrichtseinheiten Praxis. Davon, dass das Unterrichtsziel erreicht werden muss (was der Willkür bei der bundesdeutschen Regelung Tür und Tor öffnet) steht da nichts. Beim Erwerb des Führerscheins A1 werden diese Unterrichtseinheiten für die Code-111-Erweiterung angerechnet. (Allerdings ist mir nicht klar, wozu jemand den A1 erwirbt, wenn er Code 111 hat.)

    Der ÖAMTC bietet eine siebenstündige Schulung zum Code-111 für 248 EUR an. Mehr wäre mir der Spaß auch nicht wert.
    Da man in Deutschland einen "richtigen" Motorradführerschein für 500 EUR mehr machen kann (wenn's gut läuft und ohne Prüfungs- und andere Nebenkosten), vermute ich, dass sich die Begeisterung für den B196 bei den deutschen Autofahrern in Grenzen halten wird. Wir werden es sehen. Kurse gibt es wegen Corona ja erst seit Ende April wieder. (Da es keine staatliche Prüfung gibt, war bis dahin der Unterricht für den B196 verboten.)
    Wie heißt es so schön: "Der Bär kreißte und gebar ein Mäuslein."

    Nun ist auch mit der Zulassungsstelle alles geklärt und Termin gemacht.

    Die Dame war nicht nur ausgesprochen freundlich, sondern offenbar auch kompetent: "Jaja, freiwillige Zulassung kenne ich, habe ich heute morgen noch eine gemacht."

    Einerseits ist es ein bisschen ärgerlich, dass der Termin erst in knapp drei Wochen ist. Aber so komme ich gar nicht erst auf die Idee, beim Schrauben unnötige Hektik zu machen.

    So schnell kann's gehen: Am Pfingstsonntag eine günstige RST-Baustelle gefunden, gekauft und sogar geliefert bekommen. Am Pfingstmontag per eMail die freillige Zulassung beantragt, um Terminvereinbarung gebeten und alle Unterlagen incl. Muster-Zulassungen aus diesem Thread mitgeschickt. (Danke an die, Sferista, die die hier eingestellt haben.). Ich bin auf die Antwort gespannt, sehe vor meinem geistigen Auge Denkwölkchen über dem Kreishaus aufsteigen.
    Das Versicherungsbüro habe ich gestern ebenfalls bemustert. Der Kollege hat sich nicht einmal gewundert, sondern heute innerhalb einer Stunde ein entsprechendes Angebot gefertigt, nach jetzigem Stand knapp 70 EUR bei 100 Prozent.

    Jetzt bin ich auf das Straßenverkehrsamt gespannt.

    Aber es gibt ja auch noch was zu schrauben. Da mache ich dann einen separaten Thread zu.

    Schlüsselzahl 194 kannte ich auch noch nicht, wäre für mich auch uninteressant. Einerseits darf ich mit meinem 1980er Lappen wohl im Rahmen des Bestandsschutz Quads und Trikes fahren wie ich will. Andererseits will ich ja gar nicht, denn die Dinger verbinden perfekt die Nachteile des Autos mit denen des Zweirads: Ich stehe im Stau und werde nass. :D

    Das zeigt aber, wie hirnrissig die Regelungen sind: Motorradfahren ist anders als Autofahren. Aber auch Trike und Quad sind anders. Da darf ich aber sofort drauf. Abgesehen davon dass ich mich immer noch Frage, wie das die Rennleitung bei einer Kontrolle auf die Reihe kriegt. Ich habe tatsächlich noch den grauen Lappen, und den behalte ich, solange es geht. Aber dann kommt der Wust der Schlüsselzahlen. Der alte Dreier umfasst ja alles Mögliche, was heute separat geregelt ist, etwa LKW bis 7,5t und Gespanne bis 12t mit einachsigem Anhänger. Und als einachsig gilt auch ein zweiachser mit geringem Radstand; PKW mit Anhänger, etc.; Trikes und Quads; 250er mit Stichtag; 125er mit Stichtag; 50er mit 45, 50, 60km/h . . . - und das alles mit unterschiedlichen nationalen Berechtigungen. Das ist keine Vereinheitlichung der EU-Führerscheinregelungen, das ist Chaos!

    125er mit Autoführerschein und Zusatzprüfung? Ich bin absolut dafür. Warum?

    Ich habe meine Klasse 3 am 1. Juni 1980 gemacht, zwei Monate nach dem Stichtag. Dieser ist willkürlich gewählt, denn an der Ausbildung hatte sich reinweg garnix geändert.

    Ich bin vor dem Führerschein Mofa gefahren. Ich hatte eine Aprilia SR50 und später eine Simson S51. Aber eine 125er darf ich nicht fahren.

    Nun könnte man ja sagen: Mach den Motorradführerschein. Bis jetzt hat mich eine große Maschine nie interessiert. Aber wenn ich schon mal 1500 EUR zzgl. Zeit in das Projekt investiere - wozu soll ich dann bei der 125er bleiben? Ich bekomme ja mit knapp 60 den A unbegrenzt, darf mich also sofort nach der Prüfung auf die dickste Sportmaschine setzen und mich totfahren. Würde ich natürlich nicht tun. Dürfte ich 125er fahren, hätte ich da nicht mal drüber nachgedacht.
    Es geht um Selbstverantwortung. Ich darf einen 7,5-Tonner mit Hänger fahren, tue es aber nicht. Ich darf mir auch den dicksten Sportwagen leihen, tue es aber nicht. Ich darf Quad fahren oder eins der komischen Dreiräder, alles einfach so. Aber bei der 125er spricht man mir wegen acht Wochen die Selbstverantwortung ab.

    Nun bin ich durch die Diskussion über die Neuregelung überhaupt wieder auf das Thema gestoßen, und egal, wie das ausgeht, kommt demnächst wieder ein 50er Roller in's Haus - mit 50km/h Zulassung. Denn eins ist auch klar: Die 45 km/h sind der Irrsinn. Die 60 km/h der DDR-KKR waren wissenschaftlich begründet. Aber leider sind die Preise für die Dinger inzwischen außerhalb jeder Relation.