Hexagon LX Tachoprojekt; abgeschlossen

  • Nachdem ich nun ja seit einiger Zeit stolzer Besitzer einer Hexagon LX bin habe ich beschlossen, analog zum SKR Projekt, einen Drehzahlmesser (DZM) einzubauen.

    Ausgangssituation:


    Ergebnis:


    Der Auslöser war ein Bild im Internet, wo der Hexagon Tacho von hinten zu sehen ist. Da sind mittig oben 3 Löcher, da wo bei der Wanderdüne (LX4) die Tankanzeige sitzt:


    Also hab ich mir solch einen Tacho für kleines Geld besorgt und mal das Basteln begonnen um zu sehen ob das funktionieren kann.

    Soll dann so werden:


    Was man braucht:

    - Tachoblatt (hab ich bei newtacho punkt de erstanden, Dank an Manuel für seine tolle Unterstützung)

    - Opfer-Tacho von einer NRG MC3 oder einer TPH (ab 15 Euro bei Ebäh Kleinanzeigen)

    - Gehäuse Flachgehäuse DONAU ELEKTRONIK, K62, grau (5 Euro + Porto)

    - 3er und 4er Stecker/Buchse ( je ca 3 Euro oder ein Set für'n 10er)

    - 4 Crimpösen (1 Appel und 1 Ei)

    - Kabel 0,75mm²

    - 1 Zeiger für den Drehzahlmesser, idealerweise von einem weiteren LX Tacho


    Das Opfer (hier schon geplündert):

    Der mechanische Teil:

    Macht euch vor dem Zerlegen/Abziehen der Zeiger ein Foto wie die stehen, das braucht ihr für den Zusammenbau!

    Ich hab hier einen 180 Ohm Widerstand genommen, weil das der Erste war der mir in die Finger geraten ist.

    Der kommt hier dran (Stecker abziehen und Draht in den Kabelschuh rein):

    Das andere Ende an den Motor. Wenn der Kontakt hat sieht das bei mir so aus:


    Wie zu erwarten muss man das Gehäuse des LX Tacho bearbeiten.

    Dazu alle Birnchen raus und die Leiterfolie im Bereich des rechten Instruments lösen.

    Da nur 3 Löcher vorhanden sind muss man sich das Vierte bohren, 4mm sollte reichen.

    Anschliessend die "Erhöhungen" unter dem DZM mit einem 12er oder 13er Bohrer entfernen.

    Bitte nicht durchbohren!!!


    Das nächste Problem ist die Streuscheibe, da wo das Tachoblatt drauf klebt.

    Das Blatt lässt sich einfach abziehen.

    Auf der Rückseite ist so eine Art "Steg" dran, dadurch kann die Scheibe mit dem DZM Instrument nicht sauber sitzen.


    Also am Instrument die Anschlüsse vorsichtig nach unten biegen und beim Linken, Rechten und Unteren das störende Plastik abfeilen.

    Dabei bitte äusserste Vorsicht, wenn ihr die dünnen Anschlussdrähte abreißt oder die Rückholfeder beschädigt wars das!

    Sieht dann so aus (nicht ganz perfekt, aber so weit wie ich mich traue):


    Oben im Gehäuse liegt die Streuscheibe nicht am Steg an, das muss reichen!


    Für die Nadel die man drauf stecken will reicht aber der Platz in der Aussparung nicht, muss man nach oben ein wenig abfeilen, sonst bewegt sich die Anzeige nicht:

    Die elektrische Versorgung

    Das DZM Instrument wird mit 4 Leitungen versorgt, dazu die Crimpösen an 4 verschiedenfarbige Kabel dran.

    Die Reihenfolge der Anschlüsse ist wichtig!

    Hier schon mit wieder aufgesetzem Folienleiter:


    Von Hinten:


    Jetzt kann das Instrument wieder zusammengebaut werden und das neue Blatt wird aufgeklebt.

    Anschliessend die Zeiger für Temperatur und Sprit aufsetzen, der für den DZM muss noch warten.


    Die Versorgung des DZM geschieht durch die Elektronik des Opfer-Tachos.

    Dazu Leitungen wie gezeigt an die Platine löten:


    Im Gehäuse dann so:


    Die Versorgung der Elektronik:

    Für die Versorgung der Elektronik brauchen wir

    - Zündungsplus (weiß)

    - Masse (schwarz)

    - Zündimpuls (grün)


    Zündungsplus und Zündimpuls greife ich am Zündschloss ab, dafür hab ich mir aus einem alten Kabelbaum einen Abzweiger gebastelt


    Einbau der Elektronik

    Da vorne so extrem wenig Platz ist wollte ich erst unter die Sitzbank mit der Elektronik, aus reiner Verzweiflung hab ich mal geschaut ob doch was geht.

    Nicht schön, aber selten:


    Sieht aus wie lose hingelegt, aber die Verkleidung passt drauf und nichts klötert!

  • Der Abgleich:

    Der Rest ist ein Kinderspiel, zumindest wenn man einen kleinen DZM aus China hat.

    Die Nadel hab ich aus meinem Test-Instrument genommen.

    Da die Achse des DZM dünner ist als die der Hexagon Instrumente hab ich einen dürren Grashalm mit rein getan.

    Klingt komisch, hält aber super.


    Zm Abgleich beim kleinen blauen Teil (Poti) oben das Weiße in der Mitte drehen:


    Zündung an:


    Standgas:


    Ein wenig Gas:


    Gefühlt hinreichend genau.

  • AugeK

    Approved the thread.